2011 Besuch Swiss Hair



Der alljährliche Besuch bei einem Netzwerkmitglied des frauen-unternehmen e.V. Kirchheim unter Teck führte in diesem Jahr nach Kirchheim-Ötlingen. Ein knappes Dutzend Unternehmerinnen hatte sich versammelt, um die Arbeit des neuen Netzwerkmitglieds Gabriele Blum näher kennenzulernen. Bei Prosecco und Knabbereien erfuhr die Gruppe, daß die Räume in Ötlingen vor dem Einzug durch Gabriele und Barbara Blum in Eigenarbeit umgestaltet wurden. Der Platz zum Haare waschen sollte nach den Vorstellungen der diplomierten Coiffeuse mehr ins Zentrum des Raumes gerückt werden, damit genügend Bewegungsfreiheit gegeben ist. So entstand ein Podest, unter dem nun die Zu- und Ableitungen der Waschgelegenheit geschickt versteckt sind. Ein hinterleuchteter Vorbau und das warme Orange an den Wänden verleiht dem Raum seine gemütliche Atmosphäre.

Gabriele Blum hat ihr Handwerk in der Schweiz erlernt. In früheren Jahren führte sie große Friseursalons und hatte zahlreiche Angestellte. Gabriele möchte das jetzt nicht mehr. Sie will die Arbeit in ihrem Salon ohne weitere Mitarbeiterinnen bewältigen können und vergibt deshalb lieber weniger Termine. Sie nimmt sich Zeit für ihre Kunden und bietet individuelle Beratung - das ist ihr Anspruch.

Die Besucherinnen durften an den Friseurtischen probesitzen und sich von der Friseurmeisterin beraten lassen. Gabriele Blum frisierte, kämmte, stylte und zauberte Hochsteckfrisuren. Sie schaut sich das Haar an, weiß sofort, was es für eine Beschaffenheit hat und wie dieses Haar zur Person passen könnte. Bevor Sie mit Schneiden beginnt, findet sie heraus, welcher Typus da vor ihr sitzt: ist die Person lieber gerne „schnell fertig mit der Frisur“ oder beschäftigt sie sich ausgiebig mit ihrem Haar? Je nachdem wird die Frisur aufwendig oder praktisch. Gabriele Blum legt Wert auf eine Annäherungszeit. Nur so kann Sie gemeinsam mit Ihren Kunden ein neues Styling entwickeln, das zu Charakter und Vorstellung paßt.

Gabriele Blum schneidet nach Form und Gefühl. Sie ist ein Kurzhaarfan und schneidet naß. Alle sechs Jahre erneuere sich das Haar, erzählt Sie. 100 Haare pro Tag gehen aus, das sei normal - deshalb häbe man immer kurze Haare zwischen den längeren. Oft seien es persönliche Umstände, die ihre Kunden auf den Gedanken brächten, die Haarpracht verändern zu wollen. Doch niemand würde zu einer neuen Frisur gedrängt werden.

Die Friseurmeisterin arbeitet mit einer hochwertigen Schere aus Chirurgenstahl. Es sei das Material und der außergewöhnliche Schliff, der diese Schere zu einer besonderen mache. Beim Schneiden wird immer nur der Daumen bewegt, verrät die Inhaberin von Swiss hair. In der Ausbildung wird diese Technik stundenlang geübt, denn man braucht den Halt eines Schenkels, um gerade schneiden zu können, erklärt sie den Netzwerkerinnen.

Ihre Kunden sind eingeladen, in sehr geschmackvoll gestalteter Umgebung eine Zeit lang den Alltagsstress zu vergessen und sich verwöhnen zu lassen. Das Netzwerk bedankt sich für den interessanten und vergnüglichen Abend. bm

> zurück